# 56 – Ablenkung

18.09 Uhr, Funkauftrag in Woltmershausen. Eine angetrunkene Frau, ende Vierzig, steigt ein

– Einmal zur Spielbank am Brill bitte

– Gerne. Heute wird also bisschen gezockt?

– Hmmm…ja, so kann man es nennen. Ich würde nicht zocken sagen.

– Sondern?

– Also ich würde es eher Ablenkung von zuhause nennen

– Ist es denn zu Hause so schlimm 😉 ?

– Nein, schlimm nicht. Sondern einsam. Mein Mann hat mich vor paar Monaten verlassen…  Sie dürfen jetzt nicht lachen, okay?

– Würde ich bei so einer ernsten Angelegenheit nicht tun…

– Also, mein Mann ist ein hohes Tier beim Meyer-Müller-Konzern. Und ganz klischeehaft hat er seine Sekretärin gevögelt. So ein junges Ding, gerade mal 25 Jahre alt.  

– Das ist….scheiße…tut mir leid

– Ach naja, so ist das Leben halt. Und dann hatte er ne Affäre mit Ihr. Und jetzt ist die blöde Kuh schwanger. Und jetzt ist er ausgezogen. Hat mit Ihr eine Wohnung bezogen, im feinen Oberneuland! Und mich hat er hier sitzenlassen! Und dieses junge Ding, hat sogar noch zuhause bei den Eltern gelebt! Ich wurde nach 16 Jahren Ehe ausgetauscht und abserviert. Und jetzt sitze ich alleine zu Hause. Das ist schlimm. Deswegen brauche ich Ablenkung.

– Und Sie meinen wirklich, dass die Spielbank das richtige Mittel ist?

– Ja, meine Ich! Ich habe mir zuerst gedacht „scheiß drauf“ ich such mir auch nen neuen. Ich habe das mit Blind-Dates, Friendscout und sowas probiert. Aber das kann ich nicht, ich bin zu alt für diesen Mist. Dann habe ich Rotwein getrunken. Wochenlang. Erst ne halbe Flasche täglich, dann eine ganze, dann waren es fast zwei. Ich will aber kein Alkoholproblem kriegen. Soweit kommt es noch! Also habe ich das mit dem Wein gelassen…und stattdessen fahre ich zur Spielbank. Das mache ich fast jedes Wochenende…denn am Wochenende ist es besonders schlimm, verstehen Sie? Ich ertrage es dort nicht mehr, ich muss raus. Und diese bunte Welt mit den Automaten und dem Geld bringt mich auf andere Gedanken.  Und Geld habe ich genug, mein Mann verdient gut…   

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# 55 – Wintereinbruch

Das war er also, der erste Wintereinbruch im Norden. Letzte Nacht gab es in Bremen den ersten Schnee und Temperaturen um den Gefrierpunkt.

Diese Nacht war zumindest Umsatz-technisch tote Hose in Bremen. An jedem Taxi-Halteplatz standen 4-6 Taxen, während der Bord-Computer vermeldete, das an jedem Taxiplatz innerhalb einer Stunde nur 1-2 Fahrten losgingen. Ich selbst, habe mein Glück am Taxistand „Lüneburger Straße“ ausprobiert, dieser befindet sich an der St.-Jürgen-Str. im „Viertel“, direkt an den Straßenbahnhaltestelle der Linien 2,3 und 10. Nachdem Ich 50 Minuten lang im Wagen saß und sich absolut nichts tat, beschloss ich eine Cola beim Werder-Imbiss nebenan zu ordern.

Mein Trinkgeld lag bis dahin bei 6,80 Euro. Während ich gedankenversunken meine Cola trank, positionierte sich ein Obdachloser mit einem alten Netto-Einkaufswagen voller persönlicher Habseligkeiten einige Meter neben mich. Ich habe dem zunächst keine Beachtung gegeben, bis mir dann dämmerte, dass der Mann womöglich an meiner Pfandflasche interessiert sein könnte. Ich musterte den Mann und war mir danach sicher, dass er direkt neben dem Mülleimer brav stand und geduldig nur auf diese Flasche zu wartete.

Ich bestellte Pommes und eine Bratwurst. Dann ging Ich direkt zu Ihm, gab Ihm das Essen, die Pfandflasche und mein restliches Trinkgeld. Er schaute mich nur wortlos an. Ich ging zurück zum Taxi, dann rief er mit zittriger Stimme hinterher:

– Warum?

– Was meinst du?

– Warum…machst du das?

– Hm….warum denn nicht? Dir ist kalt, das Geld hast du bestimmt mehr nötig als Ich und hungrig siehst du auch aus.

– Ja, danke…aber warum machst du das?

– Ich verstehe die Frage nicht, ich habe es doch gerade erklärt?

– Ich meine, du bist Taxifahrer, ich habe einen Freund der fährt auch Taxi. Ihr habt doch alle auch kaum Geld und könnt euch selbst kaum über Wasser halten.

– Naja…solange ich genug für die Miete und einen Döner habe, ist das für mich ausreichend. Und wenn ich etwas übrig habe, dann sehe ich keinen Grund, es nicht zu spenden.

– Machst du irgendwas ehrenamtliches oder so?

– Nein, eigentlich nicht.

– Ich verstehe das nicht! So etwas nettes hat scho lange keiner mehr für mich getan!

– Es ist nicht nett, es ist eigentlich die Pflicht eines jeden Menschen, anderen zu helfen! Machen wir doch jetzt bitte kein großes Ding daraus. Ich wünsche dir einfach einen guten Hunger.

– Nein, nein, du verstehst das nicht! Die anderen machen so etwas nicht! Die anderen sehen mich nicht als Mensch, sondern nur als ein Stück Müll…

– Ich bin sicher, dass das so nicht stimmt…

– Doch, doch! Vorhin wollte ich mein Nachtlager bei der Sparkasse da drüben aufmachen (er zeigte auf die Bank-Filliale auf der anderen Straßenseite) und als ich mich gerade
hinlegen wollte kam so ein Typ! Und dieser Typ, der schrie mich an, ich solle verschwinden und er spuckte auf mich! Dann stieg er in sein Auto und fuhr weg…ich glaube das war ein Porsche oder so, der hatte jedenfalls viel Geld…

Ich hatte keine große Zeit mir eine Antwort zu überlegen, denn mein Taxi-Computer vermeldete in dem Moment einen Fahrauftrag für mich. Ich wünschte den Mann eine gute Nacht und machte mich auf dem Weg.

Jobgespräche

Was Ich an der Taxibranche so mag ist die Jobsuche – Ich vermute & behaupte jetzt einfach mal, dass die nirgendwo anders so einfach ist wie in diesem Gewerbe.

Es läuft meistens so ab: Man ruft einen Unternehmer an, stellt sich kurz vor, erklärt bei wem man vorher gefahren ist und wie lange man den Taxischein hat. Anschließend wird man irgendwo in Bremen hinbestellt zum kurzen Gespräch. Bewerbungsmappen, komplizierte Anschreiben, Lebensläufe, Arbeitszeugnisse? Wird völlig überbewertet und will keiner sehen. Einige Unternehmer verzichten selbst auf das Gespräch und lassen sich alles nötige per Whats App schicken.

Allerdings muss man auch stark aufpassen – Obwohl der gesetzliche Mindestlohn klar festgelegt ist, wird nachwievor gerne mal versucht weniger zu zahlen. Auszug aus einigen Jobgesprächen:

  • Also…Nachtschichten willst du fahren, oder?
  • Ja
  • Und was willst du verdienen?
  • Na, ich behaupte mal, dass jetzt der gesetzliche Mindestlohn die falsche Antwort ist?
  • Ja…ähm…also…ich würd ja gern den Mindestlohn zahlen, aber das kann ich mir nicht leisten. Ich lass dich als Teilzeitangestellter laufen, bezahl dir 850 Euro und wenn du über eine bestimmte Umsatzgrenze erreicht hast, kannste alles was darüber bezahlt wird behalten.
  • Im ernst? Wenn die Grenze mal angenommen bei 3000 Euro liegt und im Monat 4000 Euro einfahre, kriege ich die 1000 Euro so ausbezahlt?
  • Oh, du bist ja einer von den schlauen Fahrern. Neee, so meinte ich das nicht.
  • Sondern?
  • Angenommen du hast 1000 Euro mehr eingefahren als vereinbart, so darfst du davon 35 % behalten. Also 350 Euro. Plus 850 Euro brutto
  • Und wenn ich die Umsatzgrenze nicht erreiche?
  • Dann kriegste nix
  • Das heißt ich soll für 850 Euro Brutto Vollzeit Festgehalt fahren und dann jeden Monat auf irgendeinen unbekannten extra-Bonus hoffen?
  • Ja!

Erklärung dazu: 8,50 Euro beträgt der gesetzliche Mindestlohn. Ab Januar dann 8,84 Eur. Bei diesem Beispiel hätte ich bei Vollzeit 850 Euro / brutto verdient. Das würde einen Stundenlohn von unter 5 Euro bedeuten. Der angebliche Bonus denn man noch bekommt, sollte man mit Vorsicht genießen. Vor uns liegen die Wintermonate und da wird es schwierig irgendwelche Umsatzgrenzen zu knacken.

Ein Gespräch mit einem anderen Unternehmer:

  • Also, du kannst sofort für mich fahren. Nachtsicht von 18 bis 6 Uhr. 12 Stunden, alles klar?
  • Soweit glasklar. Und Bezahlung? Mindestlohn?
  • Öhm ja…wobei, wenn wir mal ehrlich sind, passt das ja nicht, kann ich mir nicht leisten. Du kriegst die 8,50 Euro aber nur für 8 Stunden.
  • Und 4 Stunden arbeite ich dann umsonst?
  • Das ist ein geben und ein nehmen! Mehr geht nicht! Und die 8 Stunden kann ich dir auch nur bezahlen, wenn du pro Schicht 150 Euro reinfährst! Sonst biste sofort raus!

Erklärung: 150 Euro Umsatz sind am Wochenende in Bremen kein Problem, aber auf einen Sonntag oder Montag-Abend ist das schon eine ganz andere Geschichte. Ich erinnere mich an Nächte im Januar wo die Kasse nach 10 Stunden im Taxi bei mageren 90 Euro lag…

Oder man macht es wie ein anderer Taxiunternehmer, mit dem ich gesprochen habe:

  • Tja, Ich würd dich gern einstellen, kann ich aber nicht.
  • Warum?
  • Ich habe 6 Taxen. Nachts stehen 5 aufm Parkplatz. Ich will keinen Stress mit der Behörde, deswegen zahl ich den Mindestlohn. Aber weil ich mir das nicht leisten kann, lasse ich es lieber ganz und meine Taxen stehen nachts unter der Woche. Die rollen Nachts nur am Wochenende
  • Und wie soll das auf Dauer funktionieren?
  • Gar nicht. Ich werde die Dinger irgendwann verkaufen. In 5 bis 10 Jahren wird es keinen einzigen Unternehmer geben, der mehrere Taxen hat. Jeder wird selbstfahrender Unternehmer. Und damit sich das lohnt, wird jeder 12 bis 15 Stunden im Auto sitzen. Denn als selbstfahrender Unternehmer, braucht man sich selbst keinen Mindestlohn zu zahlen. Also kann sich jeder selbst ausbeuten. Nur so kann das Taxigewerbe überleben. 

 

Plan B

Ich habe mich mehrfach diese Woche dabei erwischt – So ziemlich jeden Abend bin ich mit meinem Auto am späten Abend durch die Bremer Innenstadt gefahren, habe unbewusst meine Lieblingstaxistände abgefahren um vielleicht „nur mal so“ zu gucken, wer da so steht.

Und heute morgen kam die Erkenntnis: Scheiße, so geht’s nicht weiter.

Mein letzter Eintrag hier ist so ziemlich genau 1 Jahr her, das war auch der ungefähre Zeitpunkt wo ich das letzte mal Taxi gefahren bin.

Ich wollte es besser machen. Ich hatte keine Lust als dummer Fahrer angesehen zu werden, der für 8,50 Eur Mindestlohn besoffene nach Hause kutschiert. Ich wurde nur darauf reduziert. Taxifahrer sind der untere Rand der Gesellschaft – diesen Spruch habe ich in meinen letzten Tagen als Taxifahrer zu oft gehört.

Und damals hat es mich getroffen. Und ich dachte mir: „Ich kanns doch besser, ich habe eine kaufmännische Ausbildung, ich muss das doch hier nicht machen. Klar, ab und zu macht es spaß und es ist ein individueller Job, doch hab ich das wirklich nötig?“

Also habe ich das Handtuch geworfen. Und habe Bewerbungen geschrieben. Eine Einstellungszusage kam promt, ich landete wieder im öffentlichen Dienst.

Das ging einige Monate gut, doch dann kam das, was wohl jeder Mensch, mit einem Bürojob oder jedem größeren Unternehmen zu genüge kennt: Der Chef bumst die Sekretärin (natürlich während der Arbeitszeit), zwei verheiratete Kollegen haben miteinander eine Affäre. Bei einer Kaffeepause wird über diejenigen gelästert, die grade nicht da sind. Der Chef bevorzugt jemanden. Man muss idiotische Anweisungen umsetzen und befehle von Leuten entgegennehmen, die eine Gehaltsstufe höher stehen…und nichtmal den blassesten Schimmer haben.  Irgendeiner wird dauernd gemobbt. Es gibt interne Stellenausschreibungen, wo von vornherein feststeht, wer die Stelle eigentlich kriegt. Die neuen weiblichen azubis werden als „frisches Fickfleisch“ gesehen, auf einer Weihnachtsfeier wetteifern alle verheirateten Kollegen über 40 darum, wer es schafft  das 19-jährige Mädel ins Bett zu kriegen. Es gibt Betriebsräte, die nicht auf deiner Seite stehen und dir nicht helfen, weil Sie mit der Geschäftsleitung privat befreundet sind. Es ist ein riesiges Haifischbescken, wo deine eigentliche Arbeitsleistung am wenigsten zählt. Nee, es geht im Prinzip nur darum wie gut man dieses Spielchen mitmacht.

Das waren früher die Gründe warum ich keinen Bock mehr auf die Scheiße hatte. Und nun war ich wieder mittendrin. Wie beschissen dämlich konnte ich nur sein um mir einzubilden, dass es diesmal anders wird? Ich zwang mich dazu weiterzumachen. Meine Freunde sagten mir „komm schon, das ist ne Phase, wir alle erleben das auch tagtäglich, du gewöhnst dich daran“

Klar, Ich schätze das geht. Man kann abstumpfen, jeden tag dahingehen, sein Gehirn unten beim Pförtner „abgeben“ und wie Millionen Arbeitnehmer die Scheiße fröhlich mitmachen und ertragen.

Aber wisst Ihr was? Das bin nicht ich. Sorry, ich kann es einfach nicht. Dabei habe Ich es wirklich probiert. Ich denke, ich habe mich in dem Haifischbecken ganz gut geschlagen, sicherlich war ich unter den Kollegen „der King“, weil mir eine Affäre mit einer Mitarbeiterin nachgesagt wurde.

Doch das ist…falsch. Nicht richtig. Es fühlt sich nicht wie Leben an, sondern wie ein „dahin-vegetieren“ bis zur Rente. Täglich 8 Stunden. Montag bis Freitag. Tag für Tag. Woche für Woche. Monat für Monat.

Ich bin zu alternativ dafür. Ich kann das nicht einfach so über mich ergehen lassen. Irgendwie bin ich kein Teil des Systems. Taxifahrer waren für mich immer Kollegen, die kein Teil des Systems sind. Sie agieren irgendwie außerhalb, weil sie einen sehr individuellen Job haben. Da ist kein Tag wie jeder andere, da hat man mit allen Gesellschaftsschichten zu tun und ist oft sein eigener Chef. Vermutlich liege Ich damit falsch, es gibt 1000 Gründe warum man sich dafür entschieden hat. Deswegen war für mich das taxifahren eine Exit-Strategie. Eine Art Notfallplan, oder Plan B, falls ich es im normalen gesellschaftlichen Leben nicht mehr schaffe oder im beruflichen Leben gescheitert bin. Oder womöglich bin ich ein soziopath, der einfach auf diese Welt nicht klarkommt?

Ich weigerte mir mein Scheitern einzugestehen und habe mich immer weiter gequält. Mir erging es immer schlechter. Kein Tag waren irgendwie mehr lebenswert, es machte alles keinen Spaß mehr. Dann fing ich wieder an, abends mit meinem Auto durch Bremen zu fahren, obwohl ich längst hätte im Bett liegen müssen. Ich war ja einer von diesen Zombies, dies um 7 Uhr im Berufsverkehr zur Arbeit pendeln, und pünktlich um 16 Uhr im Berufsverkehr wieder zurück.

Und beim diesen nächtlichen autofahrten kam die Erkenntnis, die bereits am Anfang dieses Beitrags steht.

Taxifahren war und ist für mich ein Plan B. Ich glaube es ist wieder an der Zeit, diesen Plan B wieder anzupacken.

# 54 – Die Sielwallkreuzung – Mein Ruhepol

Sorry Leute,

ich wollte echt wieder regelmäßig schreiben und schon wieder hab ich 6 Wochen lang nicht mehr reingeschaut – Jetzt ist Freimarkt-Zeit da ist es wieder stressig, aber ich habs mir echt hinter die Ohren geschrieben.

Einen recht frischen Artikel von mir, gibts hier: http://www.lovebremen.de/wordpress/die-sielwallkreuzung-mein-ruhepol/

Ich lebe noch!

Hallo liebe Leser,

die letzten 3 Monate war hier Sendepause – das ganze jedoch unfreiwillig.

Ende Mai bin ich umgezogen und habe hierbei meinen Internetanbieter gewechselt – zuerst klappte es mit der Kündigung nicht, dann konnte oder wollte der neue Anbieter mich nicht freischalten, dann konnte oder wollte mir ein neues Modem nicht zugestellt werden, dann konnte oder wollte kein Anschlußtechniker kommen, dann konnte oder wollte das neue Modem kein Internet empfangen, dann konnte oder wollte meine bisherige Telefonnummer nicht übertragen werden, und zu guter letzt wurde mein E-Mail-Account gesperrt, angeblich wegen Mißbrauch (ich vermute einfach das mein alter Anbieter beleidigt war, weil ich gekündigt habe).

Es ist also so ziemlich ALLES schief gelafen, was nur schief laufen konnte – und nach sage und schreibe 3 Monaten bin ich wieder online. Zwischenzeitlich lebte ich nur vom Smartphone-Internet, aber von einer kleinen Handytastatur wollte ich nicht bloggen…

Es wird nun wieder neue Storys geben, in meiner abwesenheit gab es 2 neue auf dem Online-Portal LOVEBREMEN – Das kennt Ihr noch nicht? Dann schaut mal schleunigst rein, das ist von Bremern für Bremer und sehr zu empfehlen.  http://www.lovebremen.de/wordpress/nachts-im-bremer-taxi/

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# 53 – Fairer Tausch

2:16 Uhr – Funkauftrag in eine Bar in der Innenstadt. Ein junger Mann, der ein Hemd mit Sakko trägt, steigt ein. Als Zieladresse nennt er mir eine Straße in Arsten und sagt:

– Scheiße, ist das kalt…obwohl wir schon Mai haben

– Keine Jacke mitgenommen?

– Ich hatte ein Sakko! Aber das habe ich verloren!

– Ähm und das Sakko was Sie da gerade anhaben?

– Joa, das habe ich mir mitgenommen

– Das bedeutet, es gehört Ihnen nicht?

– Ja. Aber das ist ein fairer tausch, mein Sakko war nicht ganz günstig. Und dieses hier scheint eher so ne billig-nummer zu sein. Und hey… dafür hat das billige ding noch einen VW-Autoschlüssel in der tasche!