# 34 – Überflüssig

Walle, 1:02 Uhr

Während einer Fahrt mit einem Fahrgast, laufen im hintergrund die Nachrichten. Eins der Themen, ist das Projekt des Verkehrsministeriums, eine „Teststrecke für selbstfahrende Autos in Bayern“ zu bauen.

Mein Fahrgast hört interessiert zu und schmunzelt:

– Das ist doch echt Wahnsinn. Damals in den 80ger und 90gern, haben wir doch diese ganzen Zukunftsfilme geguckt: Da gab es selbstfahrende Autos und Roboter. Da haben wir doch gedacht, dass das niemals möglich sein wird. Oder wenn überhaupt erst in hunderten Jahren. Und jetzt? Jetzt gibts schon in USA selbstfahrende Autos, die erfolgreich getestet wurden. Und nun dieses Projekt in Deutschland. Wo das wohl hinführt?

– Och wissen Sie, wenn sich die Technologie so rasant weiterentwickelt, wird das wohl in 20 bis 30 Jahren Alltag werden.

– Ja, und dann? Dann braucht es keine Taxifahrer mehr. oder Busfahrer, LKW-Fahrer.
Das wird doch zu massiven Jobabbau führen…

– Das wird aber keinen interessieren. Hauptsache die milliardenschweren Konzerne können weiter sich die Taschen vollstopfen und solange die Politiker eine Scheibe vom Kuchen abkriegen, wird niemand etwas dagegen tun.

– Aber es wird doch nicht bei selbstfahrenden Autos oder Zügen bleiben! Sicherlich
wird es dann noch Roboter geben und dann sind ja noch ganz andere Berufe betroffen?
Verkäufer, Dienstleister, Pflegekräfte? O gott, das ist gruselig!

– Tja, wollen wir mal sehen, was so kommt…

– Am besten, gar nicht erst darüber nachdenken. Ich vermisse, die gute alte Zeit, wo ein Mann selbst eine Birne im Scheinwerfer tauschen konnte! Mittlerweile sind die Autos so verbaut, dass man das selbst gar nicht mehr hinbekommt. Ich konne mir überflüssig vor…und der Mensch an sich arbeitet immer mehr daran, alles und jeden auf der Welt überflüssig zu machen. Das macht mir echt angst! Wir zerstören uns selbst!

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2 Gedanken zu „# 34 – Überflüssig

  1. „Zwei Dumme, ein Gedanke!“
    Hab den Bericht auch gehört. Ich will mich hüten, diese „neue“ Technik zu verteufeln, bezweifele aber, das sie mittelfristig umgesetzt werden kann. Es wird viele „Robocar-Verweigerer“ geben, ähnlich wie es Internet- und Smartphone Verweigerer gab und gibt. Die nächste Generation wird sich anpassen und das letzte Stück Individulität aufgeben.
    Ich sehe mich schon in so einem Mobil gemütlich cruisen, als im Radio auf einmal „Highway to Hell“ spielt und ich so:“Computer, maximale Geschwindigkeit!“

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  2. Die Technik kann jetzt schon umgesetzt werden, wird ja schon umgesetzt.
    Ehrlich gesagt, würde ich mich freuen, wenn mein Auto mich sicher an mein Ziel bringt und ich eine Runde schlafen kann.

    Aber es stimmt schon, die Entwicklung von immer besseren „künstlichen Intelligenzen“ ist nicht ungefährlich. Vor allem, wenn ein Programm sich selbst verbessern soll, kann das in die Hose gehen und irgendwann unkontrollierbar werden…
    Eine spannende Zusammenfassung, nur auf Englisch: http://waitbutwhy.com/2015/01/artificial-intelligence-revolution-1.html
    Meiner Meinung nach sollte man da immer sehr kritisch aufpassen, und nicht alles, was technisch geht, auch umsetzen.

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